März für Hobby-Imker: Erste Durchsicht und Frühjahrsarbeiten

Der März markiert den offiziellen Start ins Bienenjahr. Für Hobby-Imker wie mich, die sich bisher theoretisch vorbereitet haben, beginnt jetzt die spannende Phase: die erste Durchsicht der Völker, Kontrolle von Futter und Brut und die Planung für die kommenden Wochen. Auch wenn ich selbst keine praktische Erfahrung habe, lässt sich auch beim Beobachten bekannter Imker schon vieles verstehen, planen und beobachten.


Der März ist das Frühlingserwachen für die Bienen

Mit steigenden Temperaturen erwachen die Bienenvölker aus der Winterruhe. Die Wintertraube löst sich langsam auf, die Königin beginnt wieder intensiver zu legen, und die ersten Arbeiterinnen starten ihre Erkundungsflüge. Für mich bedeutet das: aufmerksam bleiben und die Anzeichen für die Aktivität erkennen, ohne die Bienen unnötig zu stören.

Schon jetzt kann man an der Flugöffnung beobachten, ob Pollen und Nektar eingetragen werden. Diese kleinen Signale geben Aufschluss darüber, ob das Volk gesund und stark genug ist, um ins Frühjahr zu starten.


Vorbereitung auf die erste Durchsicht

Bevor ich die Beute öffne, ist Vorbereitung alles. Ich habe meine Gedanken, Notizen und Checklisten durchgesehen:

  • Schutzkleidung anziehen: Schleier, Jacke, Handschuhe
  • Werkzeuge griffbereit halten: Stockmeißel, Smoker, Abkehrbesen
  • Notizbuch für Beobachtungen bereitlegen
  • Mentor oder erfahrene Imkerin anrufen bei Unsicherheiten

Diese kleine Routine hilft gelassen zu bleiben und nichts zu übersehen. Gerade als Einsteiger finde ich ist es beruhigend, die Schritte vorher zu planen.


Was passiert bei der ersten Durchsicht?

Die erste Durchsicht im März ist noch vorsichtig und kurz. Ziel ist nicht Perfektion, sondern ein erstes Gefühl für das Volk entwickeln. Typische Punkte:

  • Brutkontrolle: Gibt es frische Eier oder Larven?
  • Futtervorräte: Ist ausreichend Honig oder Zuckerwasser vorhanden?
  • Volksstärke: Wirkt das Volk lebendig und aktiv?
  • Anzeichen von Krankheiten oder Parasiten

Ich finde es spannend, wie sich schon kleine Beobachtungen in den kommenden Wochen auswirken. Die ersten Durchsichten sind oft mit Unsicherheit verbunden das ist normal. Niemand erwartet, dass alles sofort perfekt erkannt wird.


Unsicherheit gehört dazu

Als interessierte Beobachterin merke ich: Fragen sind jetzt wichtiger als Aktionen. Typische Gedanken im März:

  • „Habe ich genug gefüttert?“
  • „Ist die Königin aktiv genug?“
  • „Soll ich jetzt schon eingreifen?“

Diese Unsicherheiten gehören zum Lernprozess. Wichtig ist: ruhig bleiben, beobachten und bei Unsicherheiten Rat bei erfahrenen Imkern suchen. Fehler passieren, aber mit Geduld und Aufmerksamkeit lassen sie sich minimieren.


Realistischer Zeitaufwand

Im März sind die Arbeiten noch überschaubar, aber regelmäßige Kontrolle ist entscheidend. Ich plane:

  • 1–2 Stunden pro Woche für jede Beute
  • Beobachtung aus der Distanz zwischen den Besuchen
  • Notizen machen und eventuelle Maßnahmen planen

Der Zeitaufwand verteilt sich auf kurze Einheiten. Für mich ist es vor allem die mentale Vorbereitung, die jetzt Zeit beansprucht: Wissen abrufen, Checklisten abhaken, Unsicherheiten durchlesen.


Frühjahrsarbeiten Schritt für Schritt

Im März:

  1. Beobachten ohne Störung: Erst einmal Fluglöcher und Aktivität checken
  2. Kontrolle von Futter: Reicht der Vorrat für die nächste Phase?
  3. Kurze Durchsicht: Brut, Gesundheit und Volksstärke prüfen
  4. Notizen machen: Alles dokumentieren für spätere Vergleiche
  5. Mentor kontaktieren: Bei Unsicherheiten Rat einholen

Ich finde, diese Struktur gibt Sicherheit und hilft, das Frühjahr bewusst zu erleben.


Mentale Einstellung

Bienenarbeit erfordert Geduld.

Begleiter sein, nicht Regisseur: Die Bienen wissen, wie Frühling funktioniert der Job ist es, zu beobachten, zu unterstützen und vorbereitet zu sein.

Gelassenheit, Respekt und ein klarer Plan sind die wichtigsten Werkzeuge. Unsicherheit ist normal und gehört dazu. Ich notiere mir oft Fragen und Beobachtungen, damit ich später reflektieren kann, was funktioniert und was nicht wenn ich wieder nachfrage oder auf das Thema komme. Ich habe immer mein Notizbuch zur Hand.


Tipps für März

  • Kurze, gezielte Durchsichten durchführen, keine Panik bei ersten Unsicherheiten
  • Notizen und Beobachtungen sorgfältig führen
  • Checklisten für Werkzeuge und Futter abarbeiten
  • Mentor oder Imkerverein bei Fragen kontaktieren
  • Geduld üben: Die Bienen geben den Rhythmus vor

Diese kleinen Gewohnheiten helfen, das erste Frühjahr bewusst zu gestalten und die Grundlage für den Erfolg im weiteren Bienenjahr zu legen.


Gut vorbereitet ins erste Frühjahr heißt es im März für Hobby-Imker

Der März ist entscheidend für Hobby-Imker. Erste Durchsicht, Kontrolle von Brut und Futter, Beobachtung von Aktivität und Flugverhalten sind die Kernaufgaben. Wer sich gut vorbereitet, Ruhe bewahrt und die Unsicherheiten akzeptiert, startet erfolgreich in die Saison.

Mein Fazit: Vorbereitung, Geduld und Aufmerksamkeit sind wichtiger als schnelle hektische Aktionen. Schritt für Schritt ins Frühjahr zu gehen, ist der beste Weg, um Hobby-Imker werden zu können und die Bienen dabei respektvoll zu begleiten oder nur das.

Was aber war nun im Februar? Schau hier Februar für Hobby-Imker und das war der Plan für Imker im Januar: Imker-Planung im Januar


Von Petra

„Ich bin Gartenfreundin und Honigliebhaberin, aber selbst keine Imkerin. Gemeinsam mit Imker Toni teile ich auf Hobby-Imker werden Erfahrungen, Tipps und Wissen rund um Bienen, Honig und das faszinierende Leben im Bienenstock. Dabei geht es auch um den Schutz der Natur und das Bewusstsein für die Bedeutung der Bienen.“